Krampfadern sind in den meisten Fällen genetisch bedingt. Die Ursache für dieses Venenleiden ist ein schwaches Bindegewebe.
Mit einer gezielten Behandlung und Therapie gegen Krampfadern lässt sich den Symptomen des Venenleidens vorbeugen.
Wie entstehen Krampfadern?
Die Venenwände überdehnen sich durch den Druck des Blutes, sie leiern aus und die Venenklappen werden undicht. Das bedeutet, dass das Blut nicht mehr zum Herzen zurückgepumpt werden kann und sich anstaut. Die Venen verdicken sich und treten hervor, Krampfadern bilden sich.
Zeichen für Krampfadern können Besenreiser und ein Schweregefühl in den Beinen sein. Bei Schmerzen, Schwellungen und anderen nicht erklärbaren Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden, um das Risiko einer Thrombose (Blutgerinnsel) auszuschließen. Der Facharzt für Venenleiden, in der Regel ein Phlebologe, kann mithilfe von Duplex-Ultraschalluntersuchungen, z.B. einer Doppler Sonografie feststellen, wie schnell das Blut in der Vene fließt. Die moderne Venendiagnostik bedient sich neben dem Ultraschall auch der Lichtreflexionsrheografie (LRR). Hier wird die Haut mit Infrarotlicht bestrahlt. Die früher übliche Phlebografie, das ist eine Röntgenuntersuchung mit Hilfe von Kontrastmitteln, wird heutzutage nicht mehr so häufig angewandt.
Die heutigen Diagnoseverfahren sind für die Patienten grundsätzlich schmerzlos.
Frauen haben in der Regel ein höheres Risiko für Krampfadern, bedingt durch Schwangerschaften und hormonelle Veränderungen.
Welche Therapie eignet sich bei Krampfadern und Venenbeschwerden?
Das wichtigste ist eine regelmäßige Bewegung. Sie kräftigt das Bindegewebe und trainiert die Muskeln.
Gymnastikübungen wie Luftradfahren und Gefäßtraining für die Beine.
Schwimmen, Wandern, Walking und Radfahren sind gute Trainingsmittel, um dem Risiko für Venenbeschwerden vorzubeugen.
Das Schwimmen hat noch dazu den Vorteil, dass sich die Gefäße im Wasser zusammenziehen.
Beingüsse mit kaltem Wasser -16-18 Grad.
Wechselduschen, Massagen, kalte Fußbäder
Wer es vertragen kann oder möchte-Kompressionsstrümpfe anziehen.
Beine regelmäßig hochlegen, auch nachts, wenn man die Möglichkeit dazu hat. (Evtl. Bett Fußende höher stellen.)
Auf ein ausgewogenes Gewicht achten, kein Übergewicht und eine salzarme gesunde Kost zu sich nehmen.
Viel trinken, mindestens 2 Liter täglich, am besten Mineralwasser, Kräuter-oder Früchtetee.
Ausreichend Flüssigkeit verhindert ein Verdicken des Blutes in den Venen.
Wer einen Beruf hat, der stundenlanges Sitzen oder Stehen erfordert, kann währenddessen gezielte Übungen vornehmen, wie Fußgelenke kreisen, Zehenspitzen ausstrecken und anziehen. Im Stehen vom Zehenstand in den Fersenstand wechseln und wer kann, die Knie nach oben ziehen.
Um müde geschwollene Beine zu entlasten und die Durchblutung in den Beinen zu verbessern, können auch Venenpräparate wie Dragees mit Extrakten aus Rosskastanien, Rotem Weinlaub, Mäusedorn oder Buchweizen helfen. Auch mittels Venensalben und kühlenden Gelen mit den Wirkstoffen Heparin, Rosskastanie und Arnika können Wassereinlagerungen vermindert werden.
Mithilfe dieser genannten pflanzlichen Produkte kann einem Anschwellen der Beine entgegengesteuert werden.
Was sollte man bei Neigung zu Krampfadern nicht tun:
Lange Stehen, Beine beim Sitzen übereinanderschlagen,
schwer tragen, enge Schuhe oder Strümpfe tragen,
heiß baden, Sauna und direktes stundenlanges Sonnen der Beine, regelmäßiger Alkoholgenuss.
Methoden, um Krampfadern zu entfernen:
Krampfadern können auf verschiedene Art und Weise entfernt werden, zum Beispiel mit einer Verödung (Sklerosierung). Diese Methode ist sehr gut geeignet für Besenreiser und kleinere Venen. Bei der Verödung spritzt man ein flüssiges schaumartiges Verödungsmittel in den betroffenen Venenabschnitt. So wird der kranke Venenteil verklebt.
Weitere Methoden, um Krampfadern zu entfernen, sind:
Venenstripping, hierbei werden die erkrankten Venen über zwei Schnitte komplett aus dem Bein herausgezogen.
Laser- und Radiowellentherapie, hierbei werden die Krampfadern mithilfe einer Lasersonde verschmort. Radiowellen arbeiten ähnlich, sie sind allerdings noch genauer als die Lasermethode.
Bei der Chiva-Methode werden die erkrankten Venen mittels Fäden abgeschnürt.
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