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Erklärungen A - Z

Was verdient man als Betreuungskraft

Was verdient man als Betreuungskraft / Alltagsbegleiter nach 53c (87b)



Seit dem 01.10.2015 erhält eine Betreuungskraft mindestens den sogenannten Pflege-Mindestlohn, von aktuell bis zu 11,60 € brutto pro Stunde.
Daraus ergibt sich ein monatliches Bruttogehalt von 1.856 € (bei 160 Arbeitsstunden monatlich).
Erst mit der Corona-Krise, wurde im April 2020 mit der Vierten Verordnung (4. PflegeArbbV), eine weiter verbesserte Bezahlung von Betreuungs- und Pflegekräften beschlossen.
Außerdem gilt ab dem 01.09.2021, gleiche Bezahlung in alten und neuen Bundesländern!

Der Pflege-Mindestlohn einer Betreuungskraft wird übrings nicht von dem Pflegeheim in dem sie arbeitet bezahlt, sondern von den Pflegekassen der gesetzlichen und privaten Krankenkassen.

Pflege-Mindestlohn für zusätzliche Betreuungskraft nach 53c (87b) in Euro:


Alte Bundesländer Neue Bundesländer
Stundenlohn brutto, ab 01.10.2015 9,40 8,65
Stundenlohn brutto, ab 01.01.2016 9,75 9,00
Stundenlohn brutto, ab 01.01.2017 10,20 9,50
Stundenlohn brutto, ab 01.01.2018 10,55 10,05
Stundenlohn brutto, ab 01.01.2019 11,05 10,55
Stundenlohn brutto, ab 01.01.2020 11,35 10,85
Stundenlohn brutto, ab 01.07.2020 11,60 11,20
Monatliches Bruttogehalt bei 160
Arbeitsstunden, ab dem 01.07.2020
1.856,- 1.792,-
Vorgesehen
Stundenlohn brutto, ab 01.04.2021 11,80 11,50
Stundenlohn brutto, ab 01.09.2021 12,00 12,00
Stundenlohn brutto, ab 01.04.2022 12,55 12,55
Stand: Vierte Verordnung über zwingende Arbeitsbedingungen für die Pflegebranche (4. PflegeArbbV),
gültig vom 01. Mai 2020 bis 30. April 2022.

Mit insgesamt + 23 % in den alten Bundesländern und + 30 % in den neuen Bundesländern, ist die Bezahlung in den letzten 6 Jahren überdurchschnittlich verbessert worden.

Pflege-Mindestlohn + X €
Der Pflege-Mindestlohn ist das Minimum das vom Pflegeheim bezahlt werden muss. Abhängig vom jeweiligen Pflegeheim, individuellen Tarifen oder besonderer Arbeitsleistung ist auch ein höheres Gehalt möglich bzw. angemessen.
Ist beispielsweise, der Träger eines Pflegeheims eine Diakonie kann man eher mit einem Gehalt über dem Mindestlohn rechnen als bei privatwirtschaftlich geführten Pflegeheimen.
Bezahlung und Haustarife von Diakonien und anderen wohltätigen Einrichtungen sind häufiger auf leistungsgerechte Entlohnung ausgerichtet.
Pflegeheime die vorwiegend als Wirtschaftsunternehmen geführt werden (z.B. als GmbH, AG, Investorengruppe), sind häufig auf Gewinnmaximierung und damit auf niedrige Personalkosten ausgerichtet.
Wenn es Ihnen möglich ist, sollten Sie Unternehmen die mit der Bedürftigkeit alter Menschen Gewinn erzielen wollen, meiden. Zudem werden solche Unternehmen auch mit ihrem Personal nicht humaner umgehen.
Beachten Sie bei Ihrer Jobauswahl auch eventuelle Zusatzleistungen wie Essensgutscheine, Arbeitsmaterialien oder Monatstickets.


Urlaubsanspruch
Der Urlaubsanspruch ist abhängig vom jeweiligen Träger des Seniorenheims und dessen Tarifverträgen.

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Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 14. Mai 2020 08:09


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